Fehlermeldung

Deprecated function: implode(): Passing glue string after array is deprecated. Swap the parameters in drupal_get_feeds() (Zeile 394 von /customers/c/d/f/muenster-bei-nacht.de/httpd.www/includes/common.inc).

Die Camarilla

Die Camarilla

Unter Kamarilla oder Camarilla (spanisch camarilla „Kämmerchen“, „Privatkabinett des Königs“; Diminutiv von cámara „Kammer“) versteht man eine Günstlingspartei, die ohne Befugnis und Verantwortung Einfluss auf die Entscheidungen eines Herrschers ausübt, also den offiziellen Regierungsorganen nicht angehört.

Die Camarilla ist auch eine kainitische Sekte, die sich der Maskerade und der Achtung der Traditionen verschrieben hat. Sie ist die größte Sekte der Kainiten und wahrscheinlich der größte Zusammenschluss von Übernatürlichen in der gesamten Welt der Dunkelheit.
Sie begrüßt jeden, der sich an ihre Regeln hält und bezeichnet offiziell alle Kainiten als ihre Mitglieder, diese Auffassung wird jedoch nicht immer von ihnen geteilt.
Seit dem Austritt der Gangrel 1999 gehören der Camarilla sechs Clan an sowie einzelne Mitglieder von Clans, die generell nicht mit der Camarilla assoziiert werden an.
Charakteristisch für die Camarilla ist das strikte Einhalten der Traditionen und der Maskerade. Das Alter eines Kainiten spielt eine große Rolle; Ahnen wird weitaus mehr Respekt zuteil als Neugeborenen.
Die Maskerade dient pragmatischen Zwecken; sie dient zum Schutz vor den Sterblichen. Die Existenz der Vorsintflutlichen, Kain und Gehenna wird innerhalb der Camarilla wenn nicht als Mythos dementiert, so doch als inzwischen irrelevant verworfen, da die Vorsintflutlichen schon lange ihren endgültigen Tod gefunden hätten. Gespräche über Gehenna sind unerwünscht und werden bisweilen bestraft, da diese zu Paranoia und zum Betreten von Gehennakulten führen können.

Den globalen Kopf der Camarilla bildet der Innere Kreis. Seine Mitglieder sind nur den Justikaren bekannt. Sie treffen sich alle dreizehn Jahre, um verschiedenes zu besprechen, was dann von den Justikaren, von denen jeder einen Clan der Camarilla repräsentiert, und ihren Assistenten ausgeführt wird.
Städte werden von einem Prinzen regiert, der dabei von den Primogen/Primogena (Clanältesten) unterstützt wird. Bei Bedarf kann der Prinz durch seinen Seneschall vertreten werden. Neben dem Prinzen und den Primogenen existieren innerhalb einzelner Städte andere Ämter wie den Protector (Sheriff), der Vollstrecker des Prinzen ist. Die Geißeln, die feindliche Kainiten von der Stadt fernhalten, der Harpyien, zuständig für die soziale Beurteilung von Kainiten, oder des Hüters des Elysiums, der für Elysien, also „kampffreien“ Orten, zuständig ist. Diese werden vom Prinzen ausgewählt.

 

Die Traditionen

Die eisernen Gesetze der Camarilla, die mit allen Mitteln und aller nötigen Gewalt durchgesetzt werden, sind die 6 Traditionen. Wer sie bricht kann sich sicher sein, dass seine Nächte gezählt sind.

Die Auslegung der Traditionen wurde in den letzten 500 Jahren immer wieder angepasst, verändert und sicher kann man sich nur sein, wenn man sich genau an jedes Wort hält. Schlussendlich liegt die Entscheidung allein bei einem Prinzen wie er sie gedenkt um zusetzten und auszulegen.

Aber sind die Traditionen nur Werkzeuge der Älteren, um die Jüngeren zu gängeln, oder steckt mehr hinter diesen kainitischen Gesetzen?

1. Die Maskerade

Du sollst dein wahres Wesen niemandem enthüllen, der nicht vom Geblüt ist. Wer solches tut, verwirkt seine Blutrechte.

Der Schutz der Maskerade kommt allen Kainskindern zu Gute. Früher waren es Bauern mit Mistgabeln und Fackeln, heute wären es Sondereinsatzkommandos, das Militär und diverse Geheimdienste. Auch, wenn ein Kainit einzelnen Menschen deutlich überlegen ist, ist gerade den Älteren die entscheidende Schwäche ihrer Art bewusst: Am Tage sind sie schlichtweg wehrlos.

Ob ein friedliches Zusammenleben möglich wäre? Das würde gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft zur gleichberechtigten Zusammenarbeit voraussetzen – etwas, wofür weder Vampire noch menschliche Machthaber bekannt sind. Die Maskerade ist schlichtweg der einzige Weg aller Vampire zu überleben.

2. Die Domäne

Deine Domäne ist dein Belang. Alle anderen schulden dir Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen dein Wort auflehnen, solange er in deiner Domäne weilt.

Die Domäne ist das Gebiet des Prinzen und er darf dort schalten und walten wie er will. Sein Wort ist Gesetz und jeder der sich seinem Willen nicht beugt wird die Konsequenzen tragen müssen.

Aber dieses Wort macht auch erst einmal alle Gleich, niemand bekommt einfach Sonderrechte, außer durch seinen Status. Ebenso kannst du dich auf diese Worte verlassen. Sie sind Realität. Aber wer in eine Domäne aufgenommen wird, der genießt auch den Schutz, der ihm zugesprochen wurde, durch die Aufnahme.

3. Die Nachkommenschaft

Du sollst nur mit Erlaubnis deines Ahnen andere zeugen. Zeugst du andere ohne Einwilligung deines Ahnen, sollen sowohl du als auch deine Nachkommen erschlagen werden.

Viele Jüngere) betrachten es als ungerecht, dass sie nicht selbst entscheiden dürfen, wann sie Nachkommen schaffen wollen. Auf den ersten Blick verständlich, auf den zweiten ist diese Tradition allerdings dringen notwendig. Wenn jeder so viele Kinder schaffen würde wie er wollte, dann wären die Vampire der Camarilla wie der Sabbat und jeder würde versuchen seine eigene „Kinderarmee“ aufzubauen. Zudem würde es viele Probleme mit der Ernährung und der Maskerade geben.

4. Die Rechenschaft

Wen du erschaffst, der ist dein eigenes Kind. Bis der Nachkomme auf sich selbst gestellt ist, sollst du ihm alles befehlen. Du trägst seine Sünden.

Ein Kind zu erschaffen sollte keine Entscheidung sein, die leichtfertig getroffen wird. Diese Tradition verhindert, dass die Camarilla nach und nach überschwemmt wird von jungen Kainiten, welche die Traditionen und Gesetze der Gesellschaft nicht kennen und so permanent kleinere oder größere Katastrophen verursachen. Diese Tradition zwingt einen Kainiten, sich genau zu überlegen, ob ein Mensch es tatsächlich wert ist, erschaffen zu werden.

5. Gastfreundschaft

Ehre die Domäne anderer. Wenn du in eine fremde Stadt kommst, so sollst du dich dem vorstellen, der dort herrscht. Ohne das Wort der Aufnahme bist du nichts.

Damit ein Fürst in der Lage ist, in seinem Herrschaftsgebiet für Ordnung zu sorgen, muss er wissen, wer sich dort aufhält. Wer sich ohne Anmeldung in einer Domäne bewegt, steht schnell im Verdacht zum Feind zu gehören. Generell ist es verständlich: Wer in einen anderen Machtbereich kommt, unterliegt den dortigen Gewalten. Und wer dies heimlich tut kann schlicht vernichtet werden.

6. Vernichtung

Es ist dir verboten andere von deiner Art zu vernichten. Das Recht der Vernichtung liegt ausschließlich bei deinen Ahnen. Nur die Ältesten unter euch sollen die Blutjagd ausrufen.

Vampire sind grausame, territoriale und einzelgängerische Wesen. Diese letzte Tradition dient dazu, dass sich Vampire in dem Wissen begegnen können, dass sie sich nicht gegenseitig umzubringen versuchen.

Es dient dazu, dass die starken und alten Vampire nicht einfach die jungen und schwachen vernichten. Denn der Prinz der Domäne würde sie dafür vernichten.

 

Der Sabbat aus den Augen der Camarilla

Der große Feind, die schlimme Bedrohung. Jeder hat von dem Sabbat dem Erbfeind der Camarilla gehört. Manche mögen Zweifel ob seiner Existenz haben und halten ihn für ein Instrument der Ahnen, um die Neugeborenen in Schach zu halten. Andere sehen in ihm erst den Grund für die Gründung der Camarilla.

Sicher ist nur, dass er eine Sekte ist, deren Ideologie sich ausschließlich aus Mord, Chaos und Satanismus zusammensetzt. Seine Mitglieder sind alle samt vollkommen unmenschlich, schlimmer als jeder Ahn je sein könnte und sie haben sich vollkommen ihrem Tier hingeben. Alle Moral wurde von ihnen verworfen und die großen Eide zwischen Erschaffer und Kind, zwischen Prinzen und Domäne bedeuten ihnen nichts.

Zudem existieren Gerüchte, dass einige Mitglieder des Sabbat resistent gegenüber Feuer und zeitweise gegenüber Sonnenlicht sind und das sie eine der widerlichsten und größten Sünden begehen würden. Sie fressen andere Kainskinder.

Daher warnt wohl jeder Erzeuger sein Kind vor diesem Monster, welches zum Glück viel mehr in der neuen Welt verbreitet ist, als im hiesigen Europa. Und doch besitzt er auch hier mit Süditalien, einigen Teilen der Niederlande, der kaukasische Raum und Madrid gewisse Einflussbereiche und scheint immer gewillt seine Kinder, die Spatenköpfe, gegen die Camarilla laufen zu lassen.

Hüte dich vor seinen Mitgliedern, den Schattenmonstern und den Fleischformern. Dies sind Monster, welche  jeden Grusel berechtigt hervorrufen.

_______________________________________________________
regeltechnischer Hinweis: Das ist gemeinhin als Camarillakunde 1 bekannt.
Quelle: White Wolf Wiki