Die 7 goldenen Regeln

In diesem Abschnitt stehen die Regeln geschrieben, die jeder Spieler sich verinnerlichen sollte. Diese Regeln sind für das Spiel und dessen Funktionieren essentiell wichtig. Sie sind die wichtigsten Regeln im ganzen System und stehen demnach noch den Regeln zur Charaktererschaffung voran.

Regel 1: Im Zweifel gegen den Spieler
Keine Regel kann so perfekt formuliert werden, dass ein Fuchser nicht eine Lücke in ihr fände. Darum gilt: Wann immer eine Regel nicht eindeutig oder verschieden interpretierbar ist, gilt die Auslegung oder Interpretation, die dem Spieler den geringsten persönlichen Vorteil bietet. Dies gilt für ALLE Spieler!

Regel 2: Alles, was fürs Live-Rollenspiel relevant ist, muss auch live und vor Ort vorhanden sein
Im Live-Rollenspiel kommt es weder zu Überfällen von imaginären Leibwächtern, noch zur Flucht des Vampirs per imaginärem Hubschrauber. Kein Charakter wird Opfer einer imaginären Handgranate oder liefert sich Verfolgungsjagden mit imaginären Autos. Die Integration solcher im Spiel nicht dargestellten Dinge stört im besten Fall und führen im schlimmsten Fall zu Hätte Würde-Könnte-Möchte-Diskussionen (meine vier imaginären Bodyguards hätten deine sechs imaginären Bluthunde einfach platt gemacht). Aus diesem Grund ist das Spiel so zu organisieren, dass alle Faktoren, die zwar vorhanden, aber nicht live darstellbar sind, für das eigentliche Spiel keine Relevanz haben. Besonders für Ghule, Geister, Dienerschaft und Co gilt: Findet der Spieler Niemanden, der sich bereit erklärt diese darzustellen, sind diese nicht vorhanden, weil sie im Falle von Ghulen beispielsweise gerade ihren freien Tag haben.

Regel 3: An Spielabenden gilt Inplay
Dinge, die ganz offensichtlich offplay sind, haben auf einem Spielabend oder zumindest im bespielten Bereich nichts zu suchen. Dazu zählen Nahrungsmittel jeglicher Art (Ausnahmen bei Charakteren mit dem Vorteil Essen) ebenso wie ein herzliches und ausgiebiges Knuddeln zur Begrüßung, und/oder Verabschiedung wenn In-Time schon angesagt worden ist oder noch nicht beendet wurde.
Alles im Umkreis von 500 Metern um die Spielörtlichkeit ist bis Sonnenaufgang oder dem Ende des Spielabends Inplay-Zone. Wer sich innerhalb dieser Zone bewegt und nicht inplay ist, kennzeichnet sich bitte mit dem Off-Play zeichen.
Ausnahme: Die Toiletten, denn Vampire können und müssen diese nicht nutzen. Und im begrenzten Fall auch eine Raucherecke.

Regel 4: Logik geht vor!!!
Um das Regelwerk nicht noch umfangreicher zu machen, als es ohnehin schon ist, hat die Spielleitung sich auf das Nötigste beschränkt. Dies bedeutet jedoch, dass nicht alle Fälle hundertprozentig durch die hier niedergeschriebenen Regeln abgedeckt sind. In diesen Fällen zählen der gesunde Menschenverstand jedes einzelnen Spielers und das, worauf sich vor Ort geeinigt wurde!

Regel 5: The Show must go on
Natürlich kann man ewig und drei Tage darüber diskutieren, ob eine Regel nun sinnig oder unsinnig ist, aber solche Diskussionen und Streitereien bezüglich der Regeln haben auf einem Spielabend nichts verloren, denn diese stören das Ambiente und das Spiel. Final entscheidet in jedem Fall die Spielleitung und deren Entscheidungen sind ohne Widerspruch und/oder große Diskussionen zu akzeptieren.

Regel 6: Jeder Spieler macht sein eigenes Spiel
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Das Spiel kann dem Spieler nur so viel wiedergeben, wie er selber ins Spiel gesteckt hat, deshalb lohnt es sich Arbeit und Mühe zu investieren. Je mehr Gedanken sich der Spieler zu seinem Charakter macht und je mehr er versucht ins Spiel zu kommen, in dem er beispielsweise Plots anleiert oder sich in Plots Anderer involviert, desto mehr Spaß wird der Spieler haben. Die Spielleitung kann höchstens die Bühne bauen, auf welcher der Spieler sein Spiel zum Besten geben kann.
Führt Aktionen durch und erwartet eine Reaktion, aber erwartet nicht, dass eine Reaktion kommt, wie ihr sie euch vorstellt.
Macht jemand eine Aktion, dann reagiert, wie ihr es für richtig haltet. Im Kurzen: Spielt.

Regel 7: Shit happens
Wie in jedem Spiel gibt es auch im Live-Rollenspiel unschöne Situationen. Regelfehler, Dinge, die jeglichem Menschenverstand entbehren, Missverständnisse und Leute, die einfach nur Mist bauen gehören leider dazu.
Jeder Spieler kann in solchen Situationen Größe zeigen, in dem er sich über solche Sachen nicht direkt aufregt. Solche Sachen passieren einfach und sie passieren nicht nur den Anderen, sondern Jedem.
Keiner kennt die Regeln hundert prozentig auswendig. Sollte eine Regel verletzt worden sein oder etwas Anderes erfordern, dass die Spielleitung sich einmischt, wird diese sich der Sache annehmen und gegebenenfalls ein ernstes Wort mit der/den entsprechenden Person/Personen reden.
Regeldiskussionen, Auseinandersetzungen und Ähnliches werden nicht vor der Allgemeinheit ausdiskutiert, ausgetragen etc..
Solche Dinge werden nur von denjenigen geklärt, die direkt beteiligt und/oder von den Auswirkungen betroffen sind/waren und diese wählen für die Klärung einen geeigneten Zeitpunkt, in dem sie am besten alleine sind oder zumindest das Spiel nicht stören. Fällt ein Spieler des Häufigeren wegen Regelverletzungen auf, sollte die Spielleitung über diesen Umstand in Kenntnis gesetzt werden, denn einzig die Spielleitung hat die Befugnis diesem Spieler einen „Einlauf“ zu verpassen.